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Hanjin-Pleite: Samsung will seine Güter retten

9. September 2016

Die Hanjin-Pleite wird zu einem ernsten Problem für Händler und Produzenten weltweit, der südkoreanische Reeder ist schließlich die Nummer acht auf den Weltmeeren. Ein Beispiel ist Samsung.

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USA Hafen von Long Beach Kalifornien Containerschiff Hanjin Montevideo
Containerschiff von Hanjin vor dem Hafen von Long Beach, USABild: picture-alliance/AP Photo/S.Carr

Waren des größten Smartphone-Hersteller der Welt im Wert von fast 34 Millionen Euro hängen fest auf blockierten Schiffen der kollabierten Reederei Hanjin – und das während der Vorbereitung auf das wichtige Weihnachtsgeschäft zu Ende des Jahres. Laut Samsung wären mindestens 16 Flugzeuge nötig, um die Ware weiter zu transportieren.

Genau das hat der Elektronikriese vor US-Gerichten beantragt: Die Richter sollen Samsung erlauben, die Schiffe der Pleite-Reederei mit eigenen Produkten an Bord zu entladen, die nun vor amerikanischen Häfen festliegen. Auch wenn die Hanjin-Schiffe vom US-Bankrott-Recht betroffen sein sollten, müssten die Eigentümer der transportierten Waren zu ihren Gütern kommen, argumentierte Samsung am Freitag.

Insgesamt liegen offenbar 85 Schiffe von Hanjin in 50 Häfen überall in der Welt fest. Medienberichten zufolge haben sie Waren im Gesamtwert von nahezu 12,5 Milliarden Euro an Bord.

Probleme zu Wasser und in der Luft

Samsung hat sich vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts noch mit anderen Problemen eines wichtigen Smartphones herumzuschlagen. Das neue Modell Galaxy Note 7 musste Samsung wegen Brandgefahr zurückrufen. Die Akkus des Handys können sich beim Aufladen überhitzen. Nun hat die US-Luftverkehrsaufsicht offiziell davor gewarnt, das Gerät in Flugzeugen zu nutzen. Passagieren werde dringend davon abgeraten, das Telefon einzuschalten oder zu laden sowie in ihrem Gepäck aufzugeben.

Das Modell wurde zwei Wochen lang in mehreren Ländern ausgeliefert. Es soll um rund 2,5 Millionen Geräte gehen, die umgetauscht werden müssen. Was genau die Probleme verursacht, wurde bisher nicht bekannt.

ar/ul (rtr, dpa)