Abheben auf der Paris Air Show
Auf der internationalen Luft- und Raumfahrtmesse in Paris zeigen knapp 2500 Aussteller aus aller Welt ihre neuesten Flugzeugtypen und -technologien. Bis zu 320.000 Besucher werden auf dem Flughafen Le Bourget erwartet.

Hoch hinaus
Der Pariser Aérosalon gilt als eine der wichtigsten Luftfahrtmessen der Welt. Während Kampfjets wie dieser Dessault Rafale und zivile Maschinen über den Köpfen der Besucher kreisen, kann das begeisterte Publikum am Boden die neuesten Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt bestaunen. Das Spektakel in Le Bourget im Norden von Paris läuft noch bis 25. Juni.
Flugzeuge für Fans und Fachpublikum
Die Branche hofft nach der Pandemie auf Erholung, nach vier Jahren Pause findet die Messe 2023 erstmals wieder statt. 320.000 Besucher werden auf der 125.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche erwartet, um die neusten Drohnen, Flugzeuge und Hubschrauber zu bestaunen. Neben Fans und Fachpublikum besuchen auch internationale Delegationen und Verteidigungsexperten die Messe.
Kampf der Giganten: Boeing vs. Airbus
Der US-Hersteller Boeing stellt zur Messe seine neue 737 MAX vor und hofft, sich damit gegen die Konkurrenz behaupten zu können. Doch die schläft nicht. Rivale Airbus gelang zum Auftakt der Messe ein spektakulärer Deal: 500 neue Flieger vom Typ A320neo hat die indische Fluglinie Indigo bestellt - laut Airbus-Verkaufschef Christian Scherer "der größte Einzelauftrag in der Geschichte der Luftfahrt."
Tarnfleck am Super Chinook
Auf der Messe steht wegen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine militärische Luftfahrttechnik besonders im Fokus. Firmen aus insgesamt 46 Nationen sind vertreten, Russland wurde von der Veranstaltung ausgeschlossen. Hier stellen US-amerikanische Soldaten den CH-47F Super Chinook vor, einen zweimotorigen Transporthubschrauber, mit dem Truppen, Fahrzeuge und Geschütze verlegt werden können.
Umweltfreundlich fliegen?
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erreichte die Messe in einem Hubschrauber, der teils mit nachhaltigem Flugbenzin betankt wird. Für die zivile Luftfahrt steht auf der Messe vor allem die Umstellung auf umweltfreundlichere Modelle und Technologien im Mittelpunkt. In seiner Eröffnungsrede rief Macron zu mehr Umweltschutz auf, bei dem die Weltwirtschaft aber "das Wachstum nicht aufgeben" solle.
Mit Drohnen drohen
Die Entwicklung der französischen Aarok Drohne war streng geheim. Auf der Pariser Luftfahrtmesse wird nun der Prototyp präsentiert. Die Drohne bewältigt lange Strecken zu Aufklärungs- und Geheimdienstzwecken und kann mit hochpräzisen Waffen Luftschläge ausführen. Unbemannte Aufklärungs- und Angriffsflüge spielen in militärischen Auseinandersetzungen eine immer größere Rolle.
Flugtaxis der Zukunft
Der Velocopter 2X soll das Flugtaxi der Zukunft werden, wenn es nach dem in Bruchsal nahe Karlsruhe angesiedelten deutschen Unternehmen Velocopter geht. Der Elektro-Multicopter kann zwei Menschen oder kleinere Lasten transportieren, autonom fliegen sowie senkrecht starten und landen. Noch befindet sich das Modell in der Testphase, doch schon 2024 sollen die ersten Flugtaxis über Singapur fliegen.