Auch an Weihnachten Angriffe auf ukrainische Energieanlagen
25. Dezember 2025
Russland hat die Ukraine auch an Weihnachten mit Luftangriffen überzogen. In der Region Odessa am Schwarzen Meer meldeten die Behörden nach russischen Drohnenangriffen einen Toten und zwei Verletzte. An der Hafen- und Energieinfrastruktur gebe es Schäden. Im Gebiet Charkiw nahe der russischen Grenze gab es bei Angriffen Behörden zufolge einen Toten und 15 Verletzte. Im Gebiet Tschernihiw starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff an Heiligabend.
Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr griff Russland in der vergangenen Nacht mit 131 Drohnen an, 106 davon seien unschädlich gemacht worden. Es habe 22 Einschläge von Drohnen an 15 Stellen im Land gegeben. Die ukrainische Führung wirft Moskau Terror an Weihnachten vor. Wegen der Ausfälle von Strom und Heizung in der kalten Jahreszeit ist die Lage für viele Menschen in dem Land besonders bedrohlich.
Russland meldet Tote nach ukrainischen Angriffen
Auch das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von mehr als 100 ukrainischen Drohnen. Kyjiw wehrt sich damit gegen den russischen Angriffskrieg. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff seien drei Männer eines humanitären Hilfskonvois aus der russischen Teilrepublik Dagestan getötet worden, teilte Republikchef Sergej Melikow im Onlinedienst Telegram mit. Ein Verletzter sei ins Krankenhaus gebracht worden.
Einem Geheimdienstvertreter zufolge griff die Ukraine mit Langstreckendrohnen Ziele in Russland an. Getroffen worden seien Öltanks im Hafen von Temrjuk und eine Gasverarbeitungsanlage in der Region Orenburg, sagte der Repräsentant des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU der Nachrichtenagentur Reuters.
"Der SBU greift weiterhin systematisch Anlagen im russischen Öl- und Gassektor an", erklärte der SBU-Mann demnach. Jeder dieser Schläge treffe den russischen Haushalt, reduziere die Deviseneinnahmen und erschwere die Logistik und die Treibstoffversorgung der Armee.
gri/se (dpa, rtr)