Dreimal Gold für deutsche Kanuten
22. August 2015
Die deutschen Kanuten sind in Segrate vor den Toren Mailands ordentlich, aber nicht überragend in die WM-Finals gestartet. Dreimal Gold, einmal Bronze lautete die Bilanz. In den wichtigen olympischen Disziplinen sicherten Sebastian Brendel sowie Max Rendschmidt/Marcus Groß im Kajak-Zweier den erfolgsverwöhnten Paddlern jeweils über 1000 Meter die ersten beiden Titel. "Ich war vor dem Start unsicher und nervös. Ich habe auf dem letzten Viertel alles rausgehauen", sagte Brendel, der damit seinen WM-Titel des Vorjahrs verteidigte und sich damit endgültig in die Rolle des Topfavoriten für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro fuhr. Die dritte Goldmedaille steuerten die Nachwuchs-Asse Sabrina Hering und Steffi Kriegerstein im Kajak-Zweier über 1000 Meter bei, einer nicht olympischen Disziplin. Die Olympiasiegerinnen Franziska Weber und Tina Dietze gewannen im Kajak-Zweier über 500 Meter Bronze.
Hoff und Rauhe/Liebscher enttäuschen
Der vierte Platz von Max Hoff im Kajak-Einer über dieselbe Distanz stimmte nicht nur Bundestrainer Reiner Kießler nachdenklich. "Das hat mich auch persönlich runtergezogen", sagte Kießler Neben Hoff blieben auch die Sprint-Spezialisten Ronald Rauhe und Tom Liebscher im Kajak-Zweier über 200 Meter als Sechste ohne Medaille. "Ich bin sauer", kommentierte Routinier Rauhe.
Heiratsantrag an der Regattastrecke
Abseits des Sportlichen schaffte es der frisch gebackene Weltmeister Groß mit einer spektakulären Aktion in den Fokus vieler internationaler Journalisten. Mit der Goldmedaille um den Hals machte der 25-Jährige seiner gleichaltrigen Freundin Kathi Zengler direkt nach der Siegerehrung noch an der Regattastrecke einen Heiratsantrag - und erhielt die erhoffte "Ja"-Antwort. Zengler, früher ebenfalls Kanusportlerin, erwartet im Februar ein Kind.
sn/jk (dpa,sid)