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Indonesien: Bergsteiger sterben bei Vulkanausbruch

Veröffentlicht 8. Mai 2026Zuletzt aktualisiert 8. Mai 2026

Der Vulkan Dukono schleuderte eine zehn Kilometer hohe Aschewolke in die Luft. Die Region ist eigentlich Sperrgebiet. Aber nicht alle Bergsteiger und Wanderer halten sich daran.

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Indonesien 2026 | Der Vulkan Dukono schleudert eine gewaltige Wolke aus Staub und Asche in die Luft
Der Vulkan Dukono schleudert eine gewaltige Wolke aus Staub und Asche in die Luft Bild: Indonesia's Geological Agency/AFP

Mindestens drei Menschen - zwei aus Singapur und ein Einheimischer - sind beim Ausbruch des Vulkans Dukono in Indonesien ums Leben gekommen. Sie gehörten zu einer Gruppe von 20 Bergsteigern, die gerade dabei waren, den etwa 1355 Meter hohen Vulkan zu erklimmen, wie der örtliche Polizeichef Erlichson Pasaribu weiter bekannt gab.

Die Gruppe war trotz eines Kletterverbots unterwegs. Der Dukono auf der Insel Halmahera gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes. Bereits seit Dezember warnt das Zentrum für Vulkanologie und Geologische Gefahrenabwehr Touristen und Bergsteiger davor, sich dem Malupang-Warirang-Krater des Vulkans auf weniger als vier Kilometer zu nähern. Wissenschaftler hatten zuvor eine deutliche Zunahme der seismischen Aktivität festgestellt.

Verbotszone im April eingerichtet

Seit Mitte April ist das Gebiet für Besucher gesperrt. Polizeichef Erlichson sagte, die Bergsteiger hätten die Aufrufe in sozialen Medien und die am Eingang des Wanderwegs angebrachten Warnschilder sich fernzuhalten, ignoriert.

Mindestens fünf Menschen wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes beim Ausbruch des Vulkans verletzt. 17 Wanderer, die zunächst vermisst wurden, sind inzwischen lebend gefunden worden. 

Bergführer Alex Djangu erklärte, zum Zeitpunkt der Eruption hätten sich zwei Touristengruppen am Kraterrand aufgehalten. Er selbst sei mit zwei deutschen Wanderern in einem "sicheren" Bereich gewesen.

Lana Saria, Leiterin der staatlichen Geologiebehörde, sagte, der Ausbruch sei von einem "dröhnenden Geräusch" begleitet worden. Eine dichte Asche- und Rauchsäule sei zehn Kilometer hoch vom Gipfel des Dukono aufgestiegen.

Experten warnen vor Vulkanasche in nördlichen Wohngebieten

Die Asche verteile sich vorwiegend Richtung Norden, teilte Lana mit. Daher müssten sich Wohngebiete und die Stadt Tobelo auf Vulkanasche in der Luft einstellen. Der Rauch könne eine Gefahr für die Gesundheit sein oder auch den Verkehr beeinträchtigen.

Im Umkreis von etwa neun Kilometern um den Vulkan gibt es keine Wohnsiedlungen.

Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Dort prallen tektonische Platten aufeinander. Entlang des Gürtels kommt es häufig zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Das südostasiatische Land hat fast 130 aktive Vulkane.

se/AR (dpa, ap, afp, rtr)