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Ehemaliger Chef von RTS in Montenegro verhaftet

3. April 2003
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Belgrad, den 3.4.2003, B92, serb.

Die Polizei hat am Mittwoch (2.4.) den ehemaligen Generaldirektor vom RUNDFUNK UND FERNSEHEN SERBIENS, Dragoljub Milanovic, verhaftet. Er ist zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil 16 Mitarbeiter dieses Hauses bei den NATO-Luftangriffen 1999 getötet wurden, und er dafür verantwortlich gemacht wird. Milanovic trat die verhängte Haftstrafe nicht an und war seitdem flüchtig.

In einer Mitteilung der Polizei dazu heißt es, "es wurde festgestellt, dass zwischen Milanovic und den Anführern des kriminellen Zemun-Clans – Dusan Spasojevic-Siptar und Milorad Lukovic-Legija sowie den übrigen – monatelang enge Verbindungen bestanden. Als dann das rechtskräftige Urteil gegen Milanovic gefällt wurde, halfen ihm Mitglieder des Zemun-Clans bei der Flucht und ermöglichten es ihm, sich so lange zu verstecken, bis es nach ihrem Plan zum Regierungswechsel gekommen wäre und Milanovic in die serbische Öffentlichkeit hätte zurückkehren können.

Die Mitglieder des Zemun-Clans organisierten mit gefälschten Polizei-Ausweisen die Einreise Milanovics nach Montenegro und stellten ihm ein Wochenendhaus zwölf Kilometer von Bar in Richtung albanischer Grenze als Versteck zur Verfügung. Die Verhafteten Mitglieder der Bande verrieten der Polizei den genauen Ort, wo sich Milanovic versteckte. Diese Information wurde dann sogleich an die montenegrinische Polizei weitergeleitet. Die Angehörigen des montenegrinischen Innenministeriums fanden und verhafteten Milanovic am Mittwoch Nachmittag. Daraufhin wurde er der serbischen Polizei überstellt". (md)