Fußball-Bundesliga: Harry Kane knackt 100-Tore-Marke
29. September 2025
100 Pflichtspieltore für den FC Bayern München - für diesen Meilenstein hat Torjäger Harry Kane gerade einmal 104 Spiele benötigt. Der Engländer war damit schneller als die bisherigen Rekordhalter in den europäischen Top-5-Ligen: Bei Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Erling Haaland (Manchester City) hatte es jeweils 105 Partien gedauert.
Beim 4:0 gegen Werder Bremen am fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga traf Kane erneut doppelt und steht nun nach fünf Partien bereits bei zehn Saisontoren. Er verwandelte gegen Bremen auch den 18. Elfmeter seiner Bundesliga-Karriere, bisher ohne einen einzigen Fehlschuss - auch das ein Rekord.
"Es ist verrückt, auch für mich", sagte Kane anschließend. "Es ist eine Ehre, für diesen tollen Klub 100 Tore zu schießen. 100 Tore sind etwas, worauf ich extrem stolz bin. Wie immer gilt, dass es nun zum Nächsten geht und hoffentlich erreiche ich die nächsten 100 sehr schnell."
Mit fünf Siegen aus fünf Spielen stehen die Bayern - auch dank Kane - weiterhin alleine an der Tabellenspitze.
Borussia Dortmund weiter ohne Niederlage
Am engsten auf den Fersen bleibt den Münchenern Borussia Dortmund. Der BVB gewann mit 2:0 beim FSV Mainz 05 und ist neben dem FC Bayern die einzige andere Bundesliga-Mannschaft, die noch ohne Saisonniederlage ist.
"Wir schießen jedes Spiel ein, zwei Tore und sind momentan sehr treffsicher", analysierte Dortmunds Julian Brandt. "Dazu kommt die defensive Stabilität, die wir uns hart erarbeitet haben. Das Glück und das Momentum kommen dann von ganz allein."
Eintracht Frankfurt gewinnt Spektakel gegen desolate Gladbacher
Eine denkwürdige Partie inklusive Zehn-Tore-Spektakel sahen die Fans in Mönchengladbach - zumindest der Teil der Zuschauer, der bis zum Schluss geblieben war. Viele Gladbacher Fans verließen das Stadion nämlich bereits, als wenige Sekunden nach Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit das 6:0 für Eintracht Frankfurt fiel.
Erst als die Frankfurter nach einer Stunde zwei bis drei Gänge zurückschalteten, kam die Borussia besser ins Spiel und schaffte es tatsächlich, noch vier Tore zu schießen, so dass es am Ende 4:6 hieß. Gladbachs Trainer Eugen Polanski war dennoch bedient.
"Wir verlieren das Spiel durch eine desolate erste Halbzeit, die so in der Bundesliga nichts zu suchen hat", sagte er. "Wir nehmen uns in der Halbzeitpause was vor, was wir gut umgesetzt haben. Man kann aber kein Bundesligaspiel gewinnen, wenn man in der ersten Halbzeit das spielt, was wir gespielt haben."
Stuttgart profitiert gegen Köln vom VAR
Im Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart setzte sich der VfB mit 2:1 durch. Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß sprach von einem "dreckigen Arbeitssieg, ein Sieg für die Moral". Allerdings hatten die Stuttgarter, die früh in Rückstand gerieten, Glück, dass der Videoschiedsrichter auf ihrer Seite und dabei recht kleinlich war.
Der Ausgleich fiel nämlich nach einem umstrittenen Elfmeter. Kölns Torwart Marvin Schwäbe traf Stuttgarts Ermedin Demirovic zwar leicht an der Ferse, doch der Stürmer blieb auf den Beinen und spielte weiter, als sei nichts passiert. Es gab auch keine Proteste der Stuttgarter. Erst nach Hinweis des Videoassistenten VAR und minutenlanger Überprüfung entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß.
"Der VAR hat sich gemeldet, weil er das in der Slow-Mo gesehen hat. Und dann wird das als richtige Entscheidung dargestellt", beschwerte sich Kölns Trainer Lukas Kwasniok und kritisierte die Entscheidung sarkastisch. "Gott sei Dank haben wir den VAR, um den Fußball gerechter zu machen - er wird immer fragwürdiger."
Unter dem Strich, so Kwasniok, sei das Ergebnis aber gerecht: "Wir hatten einen perfekten Anfang. Dann muss man ehrlich sein: Wir spielen dann nicht gut genug", räumte er ein.
Leverkusen schwach auf St. Pauli - aber siegreich
Nicht gut war auch der Auftritt von Bayer Leverkusen beim FC St. Pauli - aber immerhin gut genug, um das Spiel glücklich mit 2:1 zu gewinnen. Allerdings brachte die Werkself kaum gelungene Aktionen zustande und war den Hamburgern in vielen Belangen unterlegen.
"Wir haben kein perfektes Spiel gemacht, aber wir haben einen Sieg und das ist sehr wichtig", sagte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand. "Wir brauchen Zeit, um ein super Team aufzubauen, aber wir brauchen keine Zeit zu gewinnen, das ist sehr wichtig für mich und die Mannschaft."
Der Däne hatte allerdings auch gesehen, dass sein Team deutlich weniger vom Spiel hatte: 13:5 Torschüsse, 20:3 Flanken und 13:1 Ecken standen am Ende zugunsten des FC St. Pauli zu Buche.
"Es ist schwer zu akzeptieren. Leverkusen hatte nicht viele Chancen, es waren am Ende zwei und die haben sie gemacht", haderte Paulis Torschütze Hauke Wahl.
Ergebnisse und Torschützen des 5. Bundesliga-Spieltags:
FC Bayern München - Werder Bremen 4:0 (2:0)
Tore: 1:0 Tah (22.), 2:0 Kane (45./Foulelfmeter), 3:0 Kane (65.), 4:0 Laimer (87.)
FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 0:2 (0:2)
Tore: 0:1 Svensson (27.), 0:2 Adeyemi (40.)
Rote Karte: Zentner, Torhüter Mainz (67./Notbremse)
Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 4:6 (0:5)
Tore: 0:1 R. Koch (11.), 0:2 Knauff (15.), 0:3 Burkardt (35.), 0:4 Chaibi (39.), 0:5 Uzun (45.+1), 0:6 R. Koch (47.), 1:6 Castrop (72.), 2:6 Tabakovic (78.), 3:6 Y. Engelhardt (83.), 4:6 Ranos (90.+9)
FC St. Pauli - Bayer Leverkusen 1:2 (1:1)
Tore: 0:1 Tapsoba (25.), 1:1 Wahl (32.), 1:2 Poku (58.)
1. FC Köln - VfB Stuttgart 1:2 (1:1)
Tore: 1:0 J. Kaminski (4.), 1:1 Demirovic (28./Foulelfmeter), 1:2 Vagnoman (81.)
SC Freiburg - TSG 1899 Hoffenheim 1:1 (1:1)
Tore: 1:0 Kübler (3.), 1:1 Asllani (13.)
VfL Wolfsburg - RB Leipzig 0:1 (0:1)
Tore: 0:1 Bakayoko (8.)
1. FC Union Berlin - Hamburger SV 0:0
Tore: keine
Rote Karte: Fabio Vieira, Hamburg (90.+8/grobes Foulspiel)
1. FC Heidenheim - FC Augsburg 2:1 (0:0)
Tore: 1:0 M. Kaufmann (47.), 2:0 S. Conteh (54.), 2:1 Tietz (90.+8)