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"Hamstern" und Co: Kuriose deutsche Verben

Dagmar Breitenbach
18. November 2020

Mit Beginn der Corona-Pandemie wurde das deutsche Wort "hamstern" international bekannt. Mit den Nagern hat es nichts zu tun - aber mit zwei Weltkriegen.

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Symbolbild Coronavirus | Thema Hamsterkäufe
Bild: picture-alliance/Bildagentur-online/Ohde

In Deutschland waren nach Beginn der Corona-Pandemie manche Supermarktregale wie leergefegt: Wochenlang gab es kaum Toilettenpapier oder Seife zu kaufen, auch Nudeln und Konserven waren Mangelware. Viele Menschen waren in Panik und bunkerten, was sie konnten: Das Wort "hamstern" war auch in den Medien omnipräsent.  

"Hamsterfahrten" aufs Land

Panikkäufe gab es in Deutschland schon vor mehr als 100 Jahren. In Erwartung des Ersten Weltkriegs kauften die Menschen vor allem haltbare Lebensmittel, weit über ihren Bedarf hinaus. Und nach dem Zweiten Weltkrieg machten die Städter massenhaft per Zug, zu Fuß oder mit dem Rad sogenannte "Hamsterfahrten" aufs Land.

Blick auf einen überfüllten Zug, draußen hängen Menschen (picture-alliance/dpa)
Undatiertes Foto aus den 1940er-Jahren: Verzweifelte Städter auf dem Weg aufs Land - zum HamsternBild: picture-alliance/dpa

Anders als in der Corona-Pandemie 2020 ging es damals nicht um vorsorgliche Lagerhaltung, sondern ums nackte Überleben: Die Menschen tauschten bei den Bauern Wertgegenstände wie Schmuck, Kleidung und Haushaltsgegenstände gegen Kartoffeln, Speck, Obst und Gemüse. 

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