Die Hohe See macht zwei Drittel der Ozeane aus und liegt außerhalb der Kontrolle einzelner Staaten. Bisher galt sie als „Wilder Westen“ der Meereswelt. Mit dem Hochseeschutz-Abkommen, das nach fast 20 Jahren Verhandlungen nun in Kraft tritt, sollen Forschung, Überwachung und Schutzgebiete etabliert werden. Mehr als 80 Länder, darunter die EU, China und Brasilien, haben bereits ratifiziert.
Auch ärmere Länder profitieren
Das Abkommen soll nicht nur Ökosysteme bewahren, sondern auch ärmeren Ländern den Zugang zu Technologien und genetischem Material für Medizin und Biotechnologie ermöglichen. Die Umsetzung bleibt eine Herausforderung: Schutzgebiete müssen aktiv gemanagt und kontrolliert werden. Wissenschaftler sehen das Abkommen als wichtigen Schritt, um die Hohe See und damit die Lebensgrundlage von Millionen Menschen vor Überfischung, Plastikmüll und Verschmutzung zu schützen.