Mehr als 1000 Tote bei Unwettern in Asien
1. Dezember 2025
Allein in dem besonders von den Unwettern betroffenen Inselstaat Indonesien sind nach jüngsten Zahlen fast 600 Menschen ums Leben gekommen, knapp 500 werden noch vermisst. Etwa 600.000 Personen wurden aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht.
In Sri Lanka meldeten die Behörden zuletzt mindestens 340 Todesopfer infolge der vom Zyklon "Ditwah" ausgelösten sintflutartigen Regenfälle. Auch dort gebe es noch viele Vermisste.
Auch in Thailand führte der Starkregen zu schweren Überschwemmungen. Dabei kamen nach aktuellen Angaben etwa 180 Menschen ums Leben. Die Behörden sprechen von einer der schwersten Überflutungen in dem südostasiatischen Land seit zehn Jahren.
Vergangene Woche hielten anhaltender Monsunregen und die Auswirkungen des Zyklons "Ditwah" die Region tagelang unerbittlich im Griff. Der Dauerregen zwang verzweifelte Bewohner, sich auf Dächern festzuklammern und auf die Rettung per Boot oder Hubschrauber zu warten. Ganze Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten.
"Das Schlimmste ist hoffentlich überstanden", sagte Indonesiens Präsident Prabowo Subianto an diesem Montag bei seiner Ankunft auf der stark getroffenen Insel Sumatra. Die Regierung konzentriere sich nun vorrangig darauf, schnellstmöglich die notwendige Hilfe zu leisten.
Um zu überleben, seien in Nordsumatra Bewohner gezwungen gewesen, Lebensmittel und Trinkwasser aus Supermärkten zu plündern, teilten die Behörden mit. Hilfslieferungen kämen wegen der Wetterlage und zerstörter Straßen nur schleppend voran.
In Indonesien und Sri Lanka wurde die Armee zur Unterstützung der Bevölkerung in den betroffenen Regionen eingesetzt. Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel die Häufigkeit und Intensität solcher Wetterereignisse weiter erhöhen dürfte.
gri/se (afp, dpa, ap)
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