Jüdisches Museum in Moskau geplant
10. September 2003Moskau, 9.9.2003, INTERFAX, russ.
Bei einem Gespräch des israelischen Oberrabbiners Jona Metzger mit dem Bürgermeister der russischen Hauptstadt Jurij Luschkow am Dienstag (9.2.) ist vereinbart worden, in Moskau ein jüdisches Museum zu errichten. J. Metzger teilte dies selbst bei einer Begegnung mit Vertretern der jüdischen Gemeinde Moskaus mit. Nach seinen Worten hat J. Luschkow versprochen, dass es in Moskau ein solches Museum geben wird, und zwar in einem Gebäude, auf das man werde stolz sein können.
J. Metzger sagte, er habe sich bei J. Luschkow für die zuvorkommende Haltung gegenüber den Bedürfnissen der Juden bedankt, unter anderem dafür, dass es in der Stadt wieder europäische Bildungseinrichtungen, Gemeindezentren und Synagogen gibt.
Das jüdische Museum könnte nach Ansicht des israelischen Oberrabbiners der Moskauer Bevölkerung die Geschichte der jüdischen Gemeinde der Hauptstadt und Russlands insgesamt sowie die Geschichte des jüdischen Volkes seit Erschaffung der Welt erzählen. Er sagte, bisher gebe es ein jüdisches Museum lediglich in einigen der größten Städte der westlichen Welt wie Washington, Berlin und Rom.
Der israelische Oberrabbiner berichtete auch darüber, dass er sich vor kurzem mit der Stadtregierung von Odessa über die Übergabe einer der beiden erhaltenen Synagogen der Stadt an die jüdische Gemeinde geeinigt habe. J. Metzger sagte, dass sich in dieser Synagoge zur Zeit ein staatliches Archiv der Ukraine befinde.
Insgesamt habe es vor der Revolution in Odessa 83 Synagogen gegeben, nach dem Krieg seien zwei übrig geblieben, was für die 100 000 Juden der Stadt eindeutig zu wenig sei, so J. Metzger. (TS)