Afrika ist weltweit führend bei der Förderung von Platin, Cobalt, Tantal, Mangan und anderen kritischen Rohstoffen. Die globale Nachfrage nach diesen Rohstoffen hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark zugenommen - insbesondere durch den globalen Wandel hin zu grüner Technologie.
Afrika schöpft sein Potenzial noch nicht aus
Doch trotz ihres Rohstoffreichtums profitieren afrikanische Länder nur begrenzt von dieser Entwicklung. Zwar steigen die Einnahmen durch den Export, aber Umwelt- und Menschenrechtsprobleme nehmen ebenfalls zu, beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo, einem Schlüsselproduzenten von Kobalt, Coltan und Kupfer. Hier verschärfen Konflikte um die Kontrolle der Ressourcen seit Jahrzehnten die Lage.
Zudem schöpft Afrika laut einem UN-Bericht derzeit nur rund 40 Prozent seines Potenzials bei kritischen Rohstoffen aus. Was möglich ist, zeigt ebenfalls der Kongo: Dem Land gelang es, durch die lokale Veredlung von Cobalt, seine Exporterlöse deutlich zu steigern.
Weichenstellung für den Kontinent und die Welt
Der Aufbau einer nachhaltigen Veredelungsindustrie erfordert jedoch erhebliche Investitionen und regionale Kooperation. Wie Afrika diese Herausforderung meistert, wird die wirtschaftliche Zukunft des Kontinents bestimmen - und entscheidend sein für die globale Versorgung mit kritischen Rohstoffen.