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Küssen für den guten Zweck

11. Dezember 2013

Deutsche Prominente wie zum Beispiel Herbert Grönemeyer küssen andere Männer. Die Aktion des Männermagazins GQ will ein Zeichen gegen Homophobie setzen. Im Internet bekommt der Vorstoß viel Lob.

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Cover des Männermagazins GQ
Bild: picture-alliance/dpa

Wenn prominente deutsche Männer wie Sänger Thomas D. oder die Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann sich vor der Kamera küssen, ist das noch lange kein Skandal - sondern eine Aktion gegen Homophobie. 13 heterosexuelle Männer haben bei der Aktion #Mundpropaganda - "Gentlemen gegen Homophobie" des Männermagazin GQ mitgemacht. Sie wollen damit ein Zeichen setzen gegen eine schwulenfeindliche Gesetzgebung: In Russland wurden die Gesetze gegen Homosexualität in den letzten Monaten verschäft, und auch in Indien ist Schwulsein wieder strafbar.

Auch wenn die Aktion aus Deutschland kommt, sieht GQ-Chefredakteur José Redondo-Vega noch mehr Potential, um ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen: "Die Absagen, die wir auf der Suche nach Unterstützern für diese Initiative bekamen, haben uns gezeigt, dass selbst in Deutschland noch ein weiter Weg zu gehen ist." Andere Medien unterstützen die Idee und rufen ihre User auf, Fotos zum Hashtag Mundpropaganda hochzuladen.

Im Internet scheint die Aktion gut anzukommen. Im Kurznachrichten-Portal Twitter reden Stars selbst über die Aktion, aber auch deutsche und internationale Blogger, zum Beispiel Stefan Niggemeier:

Auch Herbert Grönemeyer steht zu seinem Kuss-Statement. Im GQ-Interview sagte er: "Ich finde es schon richtig, dass man hier mit der Kampagne sicherlich auch die Sportler klarer zur Stellung zieht. Das ist auch für die Menschen in Russland wichtig, dass sie das Gefühl haben, sie werden damit nicht alleine gelassen."

Eine ähnliche Aktion gab es schon im September. In 54 Städten - darunter Buenos Aires, New York, Tokio und Tel Aviv - trafen sich Männer, um sich vor der russischen Botschaft in der jeweiligen Stadt zu küssen. Die Aktion hieß "Global Kiss - in to Russia" und wurde bei Facebook mittlerweile rund 5.700 mal geliked.

kk/nf (kk/APD/DPA/GQ)