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KonflikteIsrael

Leben im Norden Israels: Alltag im Konfliktgebiet

Mariel Müller
19. März 2026

Die Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon werden immer stärker. Wie wirken sich die Gefechte auf die Menschen im Norden Israels aus?

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Der Kibbuz Sasa liegt nur wenige Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt. Seit dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah leben die Menschen dort unter ständiger Bedrohung. Die Hisbollah feuert Raketen und Drohnen auf Israel ab, während die israelische Armee Ziele den Süden des Libanon angreift. Viele Bewohner in Sasa verlassen ihre Häuser kaum noch; der Alltag ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Der gemeinsame Speisesaal bleibt leer, da Menschen dort nicht mehr essen wollen, um sich im Falle eines Alarms schneller in Sicherheit bringen zu können.

Die libanesischen Dörfer liegen in Sichtweite des Kibbuz. Fast täglich beobachten die Bewohner Beschuss und Gegenfeuer. Yehuda und seine Frau Angelica Livne leben mit der ständigen Sorge, dass die Gewalt noch weiter eskalieren könnte. Beide haben ihr Leben der Friedensarbeit gewidmet und eine Organisation gegründet, die Israelis und Palästinenser zusammenbringen sollte. Doch seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023, bei dem viele Menschen aus ihrer Friedensbewegung getötet wurden, ist ihr Vertrauen in einen Dialog schwer erschüttert.