Montenegrinischer Bildungsminister befürwortet separate montenegrinische Sprache
4. März 2003Bildungsminister Slobodan Backovic hat erklärt, es wäre nur natürlich, wenn Montenegro seine Sprache als Montenegrinisch bezeichnete. Ich unterstütze eine Änderung der Verfassung, damit die Sprache in Montenegro offiziell Montenegrinisch genannt werden kann", erklärte Backovic der Tageszeitung BLIC: Er wünsche nicht, dass das Wesen der Sprache sich etwa durch eine erzwungene Einführung von selten benutzten archaischen Formen ändere.
Backovic wies darauf hin, dass das Bildungssystem größere Probleme mit der Nichterfüllung der verfassungsmäßigen Standards bei der Verwendung der offiziellen Sprache habe. In den montenegrinischen Schulen sei der Gebrauch des ekawischen Dialekts, der ungesetzlich sei und Probleme schaffe, weit verbreitet", so der Bildungsminister.
Nach Angaben Backovics gibt es Fälle, in denen die verfassungsmäßigen Standards hinsichtlich beider Schriften nicht beachtet werden. Die kyrillische Schrift sei dermaßen bevorzugt worden, dass einige Kinder so gut wie keine Kenntnis der lateinischen Schrift hätten, die zumindest für das Erlernen von Fremdsprachen notwendig ist", so Backovic. (MK)