Ein Affenbaby verzaubert die Welt: Halte durch, Punch!
Von der Mutter verstoßen, von Social Media geliebt: Das Makakenbaby Punch und sein treuer Stofftier-Orang-Utan erobern die Herzen der Menschen im Sturm. Warum das Schicksal von Punch viral geht.

Makaken-Äffchen "Punch"
Das Schicksal des kleinen Japanmakaken "Punch" aus dem Ichikawa Zoo berührt derzeit Menschen weltweit. Da es von seiner Mutter verlassen wurde, wird das Affenbaby von Hand aufgezogen. In den ersten Lebensmonaten klammern sich Japanmakaken normalerweise an den Körper ihrer Mutter. Das gibt ihnen Sicherheit, stärkt ihre Muskulatur und ist wichtig für ihre soziale Entwicklung.
Kuscheltier gesucht
Ein Kuschel- und Klammerersatz wurde dringend gesucht. Nach einigen Experimenten mit Handtüchern und Plüschtieren entschied sich das Affenbaby schließlich für einen flauschigen Stoff-Orang-Utan. "Es war für ihn leicht zu greifen", sagte ein Tierpfleger des Ichikawa Zoos bei Tokio im Fernsehen. "Vielleicht gefiel ihm auch, dass es wie ein Affe aussah."
Ein unzertrennliches Paar
Seitdem sind die beiden unzertrennlich. Das junge Äffchen trägt das Plüschtier überall mit sich herum. Inzwischen ist Punch etwa sieben Monate alt und lernt allmählich das Leben im Affengehege kennen. Das Schicksal des Affenbabys rührt die Menschen. "Als ich Punch in den sozialen Medien sah", erzählt eine junge Krankenschwester, "hat mich das wirklich bewegt."
Fans von überall her
Seitdem versammeln sich Hunderte Zoobesucher am Affengehege, um einen Blick auf den jungen Japanmakaken zu erhaschen oder ein Foto von ihm zu machen. "Wir sind seit heute Morgen hier. Wir kommen selten in den Zoo, aber wir wollten den süßen Punch sehen", sagt Sayaka Takimoto. Die 32-Jährige ist mit ihrem Mann zwei Stunden lang gefahren, um den Affen zu sehen.
Konflikte im Gehege
Die Fans des jungen Äffchens versammeln sich online unter dem Hashtag #HangInTherePunch ("Halte durch, Punch") und verfolgen seine Erlebnisse auf Schritt und Tritt. Die Konflikte der Affen untereinander mögen von außen wild wirken, doch die Pfleger beruhigen: Punch sei resilient und integriere sich allmählich, beispielsweise indem er "andere spielerisch stupse und dafür ausgeschimpft" werde.
Punchs Platz im Affentrupp
Pfleger Kosuke Shikano vermutet, dass Punchs Mutter aufgrund der starken Hitze im Juli des vergangenen Jahres nicht die Kraft hatte, sich um ihr Neugeborenes zu kümmern. Trotz einiger Differenzen mit der Gruppe sind die Pfleger sich sicher, dass Punch lernen wird, mit den anderen Affen zu kommunizieren. "Eines Tages wird er sein Stofftier nicht mehr brauchen", sagt Shikano.
Baby der Herzen
"Halte durch!", rufen einige Besucher, während sich der kleine Affe einer Gruppe Japanmakaken nähert. In einem Statement baten die Zoomitarbeiter darum, Punch bei seinen Bemühungen zu unterstützen, seinen Platz im Trupp zu finden. Auch die 50-jährige Yoko ist angereist: "Es macht mich ein wenig traurig, dass er so schnell wächst, aber ich bin erleichtert, zu sehen, dass er Freunde findet."