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Putin schließt Ausdehnung des Gesetzes über die Rehabilitierung der Opfer des Stalinismus auf Bürger Polens nicht aus

16. Januar 2002

– Regierung Russlands soll rechtliche und administrative Voraussetzungen schaffen

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Moskau, 16.1.2002, INTERFAX, russ., aus Warschau

Wladimir Putin hält es für möglich, dass das russische Gesetz über die Rehabilitierung der Opfer des Stalinismus auf polnische Bürger ausgedehnt werden könnte, die durch stalinistische Repressionen gelitten haben. Das erklärte der Präsident der Russischen Föderation am Mittwoch (16.1.) auf einer Pressekonferenz in Warschau.

Wladimir Putin teilte mit, er habe die Regierung Russlands angewiesen, rechtliche und administrative Voraussetzungen zu schaffen, die es polnischen Bürgern ermöglichen würden, sich in dieser Frage an die russischen Behörden zu wenden.

Der Präsident unterstrich, dass man seiner Ansicht nach "solche historischen Ereignisse wie den Nationalsozialismus und die Repressionen des Stalin-Regimes nicht auf die gleiche Stufe stellen darf. Dabei darf man jedoch die Augen vor den negativen Seiten des Stalinismus nicht verschließen".

Der polnische Präsident, Aleksander Kwasniewski, forderte seine Landsleute auf, sich in dieser Frage nicht Emotionen hinzugeben, die, seiner Meinung nach zu einer noch stärkeren Entfremdung zwischen beiden Völkern führen könnten. "Diese Wende muss vermieden werden", sagte Aleksandr Kwasniewski. (lr)