1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Gesellschaft

Fünf Tote nach Schießerei in US-Stadt Louisville

10. April 2023

In einer Bank im US-Bundesstaat Kentucky sind bei einer Schusswaffenattacke sechs Menschen getötet worden. Unter ihnen ist auch der mutmaßliche Schütze.

https://p.dw.com/p/4PscH
Absperrungen und dahinter bewaffnete Sicherheitskräfte und ein Polizeifahrzeug
Neue Gewalttat in den USA: In Louisville sterben fünf Menschen durch Schüsse in einer BankBild: via REUTERS

Wie die Polizei in der Stadt Louisville mitteilte, handelt es sich bei den Getöteten um Männer und Frauen im Alter zwischen 40 und 64 Jahren. Eine schwer verletzte Frau starb im Krankenhaus, zwei weitere der acht Verletzten befanden sich den Angaben zufolge in kritischem Zustand. Unter den Verletzten seien zwei Polizisten, einer der Beamten sei in einem kritischen Zustand.

Polizei ist schnell am Tatort

Der Vize-Polizeichef von Louisville, Paul Humphrey, sagte, Beamte seien bereits wenige Minuten nach dem Notruf am Tatort angekommen und seien dort auf den mutmaßlichen Schützen getroffen, der zu dem Zeitpunkt noch um sich gefeuert habe. Bei dem Schusswechsel mit ihm seien die zwei Beamten verletzt worden. Es sei noch unklar, ob der Schütze von der Polizei getötet worden sei oder ob er sich selbst erschossen habe. Zuvor hieß es, der Schütze sei "neutralisiert" worden.

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei dem Amokläufer um einen 25-Jährigen, der im vergangenen Jahr als Mitarbeiter bei der Bank angefangen haben soll. Der Mann soll seine Tat per Livestream ins Internet übertragen haben. Weitere Hintergründe sind noch unklar. "Dies ist ein tragisches Ereignis", sagte Humphrey. Das schnelle Eingreifen der Polizei habe jedoch weitere Opfer verhindert.

Gouverneur kämpft mit den Tränen

Der Gouverneur von Kentucky, Andy Beshear, sagte, zwei der Toten seien enge Freunde von ihm gewesen. Eine weitere Person, mit der er befreundet sei, werde derzeit noch im Krankenhaus behandelt. "Das ist schrecklich", sagte der Demokrat, der gegen Tränen ankämpfte.

US-Präsident Joe Biden zeigte sich angesichts der erneuten "sinnlosen" Tötungen frustriert. "Zu viele Amerikaner bezahlen für den Preis der Untätigkeit mit ihrem Leben", schrieb er im Onlinedienst Twitter. "Wann werden die Republikaner im Kongress handeln, um unsere Gemeinschaften zu schützen?" Biden hat wiederholt schärfere Maßnahmen gegen Waffengewalt gefordert.

Das Waffenrecht ist in den USA ein höchst umstrittenes Thema. In dem Land, in dem das Recht auf Waffenbesitz in der Verfassung verankert ist, gibt es Schätzungen zufolge mehr als 393 Millionen Schusswaffen im Besitz der Bevölkerung. Damit kommen auf 100 Einwohner 120 Schusswaffen. Laut der spezialisierten Website Gun Violence Archive wurden im vergangenen Jahr mehr als 20.200 Menschen durch Schusswaffen getötet, Suizide nicht eingeschlossen.

haz/fab (dpa, afp, rtr)