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Serbischer Experte: Montenegro bis 2008 fit für die EU, Serbien nicht vor 2018

6. Juni 2003
https://p.dw.com/p/3is3

Podgorica, 6.6.2003, BETA, serb.

Der Koordinator des Forums für ethnische Beziehungen und politische Analyst, Dusan Janjic, ist der Ansicht, dass das von Vlada Batic ( serb. Justizminister - MD) vorgelegte Konzept für ein unabhängiges Serbien "ethnisch und politisch passender" sei als jenes, für das sich Miroljub Labus (Vizepremier Serbiens - MD) und Mladjan Dinkic (Gouverneur der Nationalbank Serbiens - MD) einsetzen.

Janjic sagte der Zeitschrift "Publika" aus Podgorica in einem Interview, dass Batics Konzept Serbien nicht als "ein Überbleibsel von etwas definiere, aus dem man Montenegro herausjagen müsse".

Im Unterschied dazu seien Labus und Dinkic der Ansicht, dass man umso mehr Stimmen im rechten Lager holen könne, je respektloser man sich den Montenegrinern gegenüber zeige.

Zudem verwies Janjic darauf, dass Labus und Dinkic ihre Kampagne begonnen hätten, als "entsprechende Signale aus Europa und Amerika eintrafen, die Montenegro veranlassen sollten, eigene Institutionen zu gründen."

Seinen Worten nach "verfolgten Serbien und Montenegro nicht die gleichen Interessen".

Serbien, so Janjic, brauche eine Politik des Protektionismus. Dabei sei "das Schlimmste", dass Serbien diese Unterstützung in der Landwirtschaft benötige, also in einem Bereich, in dem sich die EU äußerst protektionistisch zeige. Montenegro hingegen habe keine vergleichbaren Probleme und sei für eine offene Handelszone, für den Dienstleistungsbereich und den freien Transfer optimal ausgerüstet.

Er geht davon aus, dass Montenegro als unabhängiger Staat oder als Teil des Commonwealth (sic. ) bis zum Jahre 2008 in die Europäische Union aufgenommen werden könne und dies mit einer jährlichen Wachstumsrate von vier Prozent, wohingegen Serbien nicht vor 2018 mit der Eingliederung rechnen könne. (BZ)