Spektakuläres Schauspiel: Polarlichter auf Nord- und Südhalbkugel
Gute Zeiten für Sternengucker: Nach einem gewaltigen Sonnensturm flackern Südlichter über Australien und Neuseeland, so intensiv wie seit Jahren nicht mehr. Auch in Europa begeistern Polarlichter die Menschen.

Fantastisches Farbenspiel
Ein spektakuläres Himmelsschauspiel hat in der Nacht den Süden Australiens und Teile Neuseelands erleuchtet: Besonders starke Polarlichter färbten den Himmel in schimmernde Pink-, Rot- und Grüntöne. Fotografinnen und Fotografen wie dieser Mann in Neuseeland nutzten vor allem dunkle Orte und lange Belichtungszeiten, um das magische Farbspiel sichtbar zu machen.
Australische Aurora
Verursacht wurde das Naturphänomen durch einen außergewöhnlich heftigen Sonnensturm, der laut australischem Wetteramt "G4 geomagnetische Sturmstärke" (schwerer Sturm) erreichte und sogar weit nördlich in Queensland zu sehen war. Im Gegensatz zum über Europa zu sehenden Nordlicht, Aurora Borealis, erscheint das Südlicht, Aurora Australis genannt, etwa über der Antarktis und dem Süden Australiens.
Gespiegelte Schönheit
Doppelt schön: Südlichter spiegeln sich im Lake Ellesmere am Rande von Christchurch auf der Südinsel Neuseelands. "Ein riesiger Fleck auf der Sonne, der 17-mal so groß ist wie der Durchmesser unseres Planeten, schleudert Material in die Atmosphäre", erklärte Radio New Zealand seinem Publikum.
Leuchtender Leuchtturm
Auch in Europa ließ sich das Naturspektakel in den vergangenen Nächten gut beobachten: An der englischen Nordost-Küste tauchte das Nordlicht den St. Mary's Leuchtturm in bunte Farben. In Großbritannien wurde zeitweise die höchste Warnstufe für einen geomagnetischen Sturm "G5" (extremer Sturm) verzeichnet - die stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen 2012.
Aurora in den Alpen
In der Nacht zu Mittwoch waren die Polarlichter bis ungewöhnlich weit in den Süden Europas zu sehen und ließen den Himmel über dem Aosta-Tal in den italienischen Alpen rot leuchten. Polarlichter entstehen, wenn Teilchen eines Sonnensturms auf das Magnetfeld der Erde treffen und elektrische Ströme erzeugen.
Farbenfrohes Firmanent
Strahlend schön leuchten pinke und türkisfarbene Polarlichter über Minnesota in den USA. Doch das Phänomen kann auch negative Auswirkungen haben: Der Sonnensturm habe zu Signalunterbrechungen bei Funkkommunikation und Satellitennavigation in Gebieten Europas, Afrikas und Asiens geführt, die zum Zeitpunkt des Ereignisses der Sonne zugewandt waren, hieß es von der europäischen Raumfahrtagentur Esa.
Bunter Himmel über Bayern
In Deutschland, wo man das Naturschauspiel üblicherweise nur im Norden beobachten kann, waren am frühen Mittwochmorgen auch hier über Bayern Polarlichter zu sehen. In den kommenden Nächten bestehe bei klarem Himmel noch einmal die Chance, in der Bundesrepublik Polarlichter zu beobachten, erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).