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PolitikGlobal

News kompakt: Trump-Post mit Obama-Video wieder gelöscht

7. Februar 2026

Nach einem öffentlichen Aufschrei ist ein Video auf Truth Social von US-Präsident Donald Trump wieder entfernt worden. Die indirekten Verhandlungen mit dem Iran sind laut Trump positiv verlaufen. Das Wichtigste in Kürze.

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US-Präsident Donald Trump und Ex-US-Präsident Barack Obama bei der Trauerfeier für Jimmy Carter in Washington
Mögen sich nicht sonderlich: US-Präsident Donald Trump (r.) und Ex-US-Präsident Barack Obama (Archivfoto)Bild: Mandel Ngan/AFP

US-Präsident Donald Trump hat ein über seinen Onlinedienst Truth Social veröffentlichtes rassistisches Video verurteilt. In dem Clip wurden sein demokratischer Amtsvorgänger Barack Obama ⁠und ‍dessen Frau Michelle als Affen dargestellt. Auf die Frage von Reportern, ob er das ⁠Video verurteile, antwortete Trump am Freitag: "Ja, selbstverständlich." Der Beitrag ‌war nach heftiger Kritik gelöscht worden.

Barack und Michelle Obama beim Parteitag der Demokraten 2024
Barack und Michelle Obama beim Parteitag der Demokraten 2024 Bild: Erin Hooley/AAP/IMAGO

Trump ‌erklärte, ⁠er habe sich nur den Anfang des Videos angeschaut, in dem es um ‍angeblichen Wahlbetrug gegangen sei. Die Veröffentlichung sorgte für parteiübergreifende Kritik. Der republikanische Senator Tim Scott, ein enger Verbündeter Trumps, nannte ‍den Beitrag "das Rassistischste, was ich aus diesem Weißen Haus gesehen habe".

Indirekte US-Gespräche mit Iran laut Trump "sehr erfolgreich"

Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Oman sind laut US-Präsident Donald Trump positiv verlaufen. "Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über den Iran, der Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen", sagte Trump vor Journalisten. Die nächste Gesprächsrunde werde "Anfang der kommenden Woche" stattfinden. Zuvor hatte bereits der iranische Außenminister Abbas Araghtschi das Klima bei den Verhandlungen in der omanischen Hauptstadt Maskat als "sehr positiv" bezeichnet.

US-Präsident Trumps Sondergesandte Steve Witkoff (l.) zu Besuch im Oman
US-Präsident Trumps Sondergesandter Steve Witkoff (l.) zu Besuch im OmanBild: Issa Iraisi/Xinhua/picture alliance

Laut Araghtschi konzentrierten sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage. Die USA hatten zuvor darauf gedrungen, dass auch die Unterstützung des Irans für Milizen im Nahen und Mittleren Osten und sein ballistisches Raketenprogramm auf die Tagesordnung gesetzt werden müssten. Bei den Treffen hatten die Delegationen der verfeindeten Staaten nicht direkt miteinander konferiert, sondern über Vermittler des Omans.

Trump streicht Strafzölle gegen Indien

US-Präsident Donald Trump streicht die Strafzölle gegen Indien, mit denen er indirekt Russlands milliardenschweren Ölhandel schwächen wollte. Der im August eingeführte Strafzollsatz von 25 Prozent auf Waren, die aus Indien in die Vereinigten Staaten importiert werden, wird ab Samstag nicht mehr erhoben, wie aus einem Dekret des Republikaners hervorgeht.

"Zugriff auf Talente": EU-Indien-Deal beflügelt Unternehmen

Trump begründete die Abkehr von den Strafzöllen damit, dass das bevölkerungsreichste Land der Erde Schritte unternommen habe, um den Import von russischem Öl einzustellen. Indien habe auch zugesagt, Energieprodukte aus den USA zu beziehen.

Ukraine bleibt größter Abnehmer deutscher Rüstungsgüter

Die deutsche Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Rüstungsexporte im Wert von rund zwölf Milliarden Euro genehmigt. Davon gingen etwa 10,7 Milliarden Euro oder rund 90 Prozent an EU- und NATO-Staaten sowie enge Partner. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin veröffentlichte.

Erneut stand die Ukraine mit erteilten Genehmigungen im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro an der Spitze. Sie wird mit Geld und Waffenlieferungen in ihrem Abwehrkampf gegen Russland unterstützt. Die beiden NATO-Partnerstaaten Norwegen (knapp 1,4 Milliarden) und Schweden (gut eine Milliarde Euro) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Der Gesamtwert setze sich aus rund 5,6 Milliarden Euro für Kriegswaffen und 6,4 Milliarden Euro für sonstige Rüstungsgüter zusammen, teilte das Ministerium weiter mit.

Frankreich und Kanada eröffnen Konsulate in Grönland

Mit Blick auf den von US-Präsident Donald Trump erhobenen Anspruch auf Grönland haben Frankreich und Kanada ein Zeichen gesetzt. Die beiden Länder eröffneten diplomatische Vertretungen in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Frankreich werde damit das erste Land der Europäischen Union, das ein Generalkonsulat in Grönland habe, teilte das Außenministerium in Paris mit.

Trump begründet seinen Besitzanspruch auf die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel mit US-Sicherheitsinteressen. In einer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar schloss der US-Präsident den Einsatz militärischer Gewalt aus. Er habe sich mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einen "Rahmen für ein Grönland-Abkommen" geeinigt, sagte Trump, ohne das zu erläutern.

Olympische Winterspiele in Italien feierlich eröffnet

Mit einer farbenfrohen Feier sind die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina eröffnet worden. Italiens Staatschef Sergio Mattarella erklärte die Winterspiele am Freitagabend im San-Siro-Stadion in Mailand vor zehntausenden Zuschauern für eröffnet. Die Zeremonie fand zeitgleich an den vier Standorten Mailand, Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno statt.

Olympische Winterspiele 2026 im norditalienischen Cortina

Die Winterspiele stehen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Die insgesamt 2900 angereisten Athletinnen und Athleten aus 92 Teilnehmernationen werden von 6000 Polizisten und 2000 Militärangehörigen bewacht. Die Olympischen Spiele enden am 22. Februar.

pg/se/jj (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.