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KonflikteUkraine

Russland kündigt neue Gespräche mit der Ukraine an

13. Februar 2026

In der nächsten Woche soll es eine neue Verhandlungsrunde über Wege für ein Ende des Kriegs in der von Russland angegriffenen Ukraine geben. Ungeachtet dessen werden bei Attacken wieder Zivilisten getötet.

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Ukraine Odessa 2026 |Völlig zerstörte Fahrzeuge und Gebäude
Massive Schäden nach einem russischen Drohnenangriff auf Odessa in der vergangenen Nacht Bild: Oleksandr Gimanov/AFP

Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA werden nach Angaben des Kremls neue Gespräche über ein mögliches Ende des seit knapp vier Jahren andauernden Kriegs führen. Das Treffen finde am 17. und 18. Februar statt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS in Moskau. Als Verhandlungsort nannte er die Stadt Genf in der Schweiz.

Zuletzt hatten Moskau und Kyjiw Anfang Februar in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, direkt miteinander verhandelt. Wie auch bei der ersten Runde im Januar waren die USA als Vermittler dabei. Konkrete Ergebnisse wurden nicht präsentiert. Die Beteiligten nannten das Treffen anschließend aber konstruktiv.

Russland tauscht Leiter des Verhandlungsteams aus 

Für die Gespräche in Genf will Russland die Besetzung seines Teams ändern. Die Delegation soll Peskow zufolge diesmal Ex-Kulturminister und Präsidentenberater Wladimir Medinski leiten. Dieser hatte für Staatschef Wladimir Putin schon das Team bei den direkten Gesprächen mit der Ukraine in Istanbul in der Türkei im vergangenen Jahr und kurz nach Kriegsbeginn angeführt. 

Türkei Istanbul 2025 | Wladimir Medinski
Wladimir Medinski soll die künftigen Verhandlungen für Moskau leiten - hier bei Gesprächen mit der Ukraine in Istanbul (15.05.2025) Bild: Maxim Shemetov/REUTERS

US-Präsident Donald Trump drängt auf ein Ende des Angriffskriegs, der am 24. Februar 2022 begann. Doch in der zentralen Frage liegen die Regierungen in Moskau und Kyjiw weiterhin weit auseinander: Russland will die Kontrolle über die gesamte Region Donezk im Osten der Ukraine - auch über dortige Gebiete, die noch von der Ukraine gehalten werden. Kyjiw lehnt bislang einen einseitigen Rückzug entschieden ab.

Der Krieg in der Ukraine ist auch ein großes Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die an diesem Freitag begonnen hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist vor Ort.

Ukrainische Behörden melden sieben Todesopfer bei Angriffen

Ungeachtet der diplomatischen Bemühungen setzen die russischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Ukraine unvermindert fort. Insgesamt sieben Menschen wurden nach Behördenangaben getötet. Unter den Opfern sind in Kramatorsk zwei 19 Jahre alte Zwillinge und ihr achtjähriger Bruder,  wie die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mitteilte. Die Industriestadt Kramatorsk im Osten ist eine der letzten bewohnten Städte unter ukrainischer Kontrolle im Raum Donezk.

Roboter unterstützen Einsatzkräfte in der Ostukraine

Neue Angriffe meldeten auch die Regionen um Saporischschja, Charkiw und Odessa. Auf die Stadt am Schwarzen Meer gab es laut dem Zivilschutz eine massive Attacke mit Drohnen. Ziele seien Objekte der Hafen-, Wohn-, Industrie- und Energieinfrastruktur gewesen, sagte Gouverneur Oleh Kiper.

Deutschlands Botschafter in Kyjiw, Heiko Thoms, verurteilte die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. "Das sind Kriegsverbrechen, tägliche Kriegsverbrechen", sagte er. Toms sprach von reinem Terror, der nur dazu diene, das ukrainische Volk zu demoralisieren. "Aber es funktioniert nicht", fügte er hinzu.

se/pgr (dpa, afp, rtr) 

Redaktionsschluss: 18:00 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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