Evans Kibet ist als Kriegsgefangener in der Ukraine inhaftiert. Er stammt aus Kenia und ist eigentlich Leichtathlet. Im Gespräch mit der DW berichtet der, dass er von Russland unter fragwürdigen Umständen rekrutiert worden sei: Eigentlich wollte er in St. Petersburg an einem Kulturfestival und einem Wettkampf teilnehmen, zu dem er eingeladen worden war.
Doch dann stellte man ihm offenbar eine Falle. Unwissentlich unterschrieb er einen Verpflichtung zum Armeedienst, so erzählt es Kibet. Nach kurzer Grundausbildung sei er an die Front in der Ukraine geschickt worden.Die ukrainischen Behörden bestätigen, dass Russland zunehmend ausländische Kämpfer einsetzt, die teils unter Täuschung zur Armee gelockt würden.
Kibets Familie in Kenia ist verzweifelt und fordert Hilfe von der Regierung.