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PolitikUngarn

Wahl in Ungarn: Vorne Friedensbotschaften, hinten Aufrüstung

Agnes Szabo | Jacab Kuczogi
2. April 2026

Im Wahlkampf stellt Ungarns Premier Viktor Orban sich als Friedensgarant dar. Nebenbei lässt er das Land massiv aufrüsten und baut mit Subventionen und Großaufträgen die Rüstungsproduktion im Land aus.

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Viktor Orban, der Ministerpräsident Ungarns, präsentiert sein Land gerne als Insel des Friedens. Auch im Wahlkampf seiner Partei Fidesz spielt das Thema Frieden eine zentrale Rolle. Gleichzeitig lässt er Ungarn jedoch massiv aufrüsten: In den vergangenen zehn Jahren hat die Regierung so beispielsweise die absoluten Militärausgaben vervierfacht.
 
2016 verordnete Orban seinem Land das militärisches Reformpaket "Zrinyi 2026". Seitdem wird die Armee gezielt aufgebaut und stark modernisiert. Zu dem Programm gehört auch, dass Ungarn versucht, sich als Standort für die Rüstungsindustrie zu etablieren. Sieben neue Werke sind allein in den vergangenen paar Jahren entstanden. 

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat inzwischen sein viertes Werk im Land eröffnet - auch dank großzügiger staatlicher Unterstützung und massiver staatlicher Aufträge. Nach Zalaegerszeg, Varpalota und Budapest wurde nun auch in Szeged im äußersten Süden Ungarn ein neuer Standort in Betrieb genommen - das erste Hybridwerk von Rheinmetall außerhalb Deutschlands, das sowohl für den zivilen auch für den militärischen Bereich produziert. 

Wie passt das alles zur öffentlich kommunizierten Friedensmission der ungarischen Regierung? 

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Agnes Szabo Autorin der ungarischen Redaktion in Berlin, berichtet über Kultur, Gesellschaft und Politik Ungarns