Unglück mit Flüchtlingsboot vor der Küste Kaliforniens
16. November 2025
Das Boot war in der Nacht zum Samstag in stürmischer See in der Nähe von Imperial Beach gekentert. Der US-Küstenort liegt südlich von San Diego nahe an der US-mexikanischen Grenze. Vier Personen wurden in ein Krankenhaus gebracht, eine weitere Person den Behörden übergeben, hieß es in einer Mitteilung. Die Behörden gehen von Menschenschmuggel aus, da laut Küstenwache mehrere Überlebende angegeben hatten, sie seien Mexikaner.
"Unsere Einsatzkräfte und Partnerbehörden reagierten sofort, aber dieser Fall zeigt die extremen Risiken für Ausländer, die versuchen, mit instabilen Booten auf dem Seeweg in die USA zu gelangen", sagte der Kommandant der Küstenwache, Robert Tucker.
Schlechte Wetterbedingungen
Ein starkes Sturmsystem traf am Wochenende Südkalifornien und führte zu Warnungen vor Sturzfluten und Erdrutschen. Bei dem Boot handelte es sich um eine sogenannte Panga - ein offenes Fischerboot mit Einzel- oder Doppelmotor, das häufig von Schmugglern genutzt wird.
Die Vereinigten Staaten sind seit langem mit einer großen Zahl an Migranten konfrontiert, die auf illegalen Wegen versuchen, aus Mexiko und Mittelamerika in die USA zu gelangen. Die Migranten greifen dabei zunehmend auf die gefährliche von Schleusern angebotene See-Alternative zurück, um die stark bewachten Landgrenzen zu umgehen. Die Pangas verlassen Mexiko mitten in der Nacht und legen manchmal Hunderte Kilometer nach Norden zurück.
In den vergangenen Jahren kam es mehrfach zu Unglücken mit Migrantenbooten auf dem Weg nach Kalifornien. Im Mai starben mindestens drei Menschen, als eine Panga rund 56 Kilometer nördlich der US-mexikanischen Grenze kenterte.
fab/pgr (rtr, dpa, ap)