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KonflikteSomalia

US-Militäraktionen in Somalia verfehlen teils ihre Ziele

17. März 2026

Die US-Regierung unterstützt in Somalia den Kampf gegen Extremisten wie Al-Shabaab und den so genannten Islamischen Staat. Doch nicht immer treffen die Angriffe die Richtigen.

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Der siebenjährige Sohn der Somalierin Marian Guled, Abdikadir, ist bei einem US-Luftangriff schwer verletzt worden. Vier Monate nach dem Angriff hat er noch immer Splitter im Körper, deren Entfernung die Familie sich nicht leisten kann.

Die Familie stammt aus Jamaame, einem Gebiet im Süden Somalias, das unter der Kontrolle von Al-Shabaab ist, und das im November 2025 von einem Luftschlag getroffen wurde. Guled beschreibt, wie ihre Kinder beim Frühstück von den Explosionen überrascht wurden und wie ein zweiter Schlag die fliehenden Kinder traf.

Seit der Rückkehr der Trump-Regierung wurden 2025 124 Angriffe durchgeführt, oft zusammen mit somalischen Behörden. Vertreter der somalischen Regierung loben diese Unterstützung als entscheidend im Kampf gegen extremistische Gruppen; man habe etwa Bombenwerkstätten zerstört und strategische Ziele getroffen.

Gleichzeitig gibt es zunehmend Zweifel an der Treffsicherheit und Transparenz dieser Einsätze.