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PolitikGlobal

News kompakt: Bewaffneter fährt in Synagoge bei Detroit

13. März 2026

Der Angreifer starb bei einem Schusswechsel mit der Polizei. Die USA erlauben vorübergehend den Kauf von russischem Öl. Das Wichtigste in Kürze.

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Polizeieinsatz nach Angriff auf die Synagoge "Temple Israel" nahe Detroit
Polizeieinsatz nach Angriff auf die Synagoge "Temple Israel" nahe DetroitBild: Emily Elconin/Getty Images via AFP

Nach einem Angriff auf eine Synagoge in einem Vorort von Detroit im US-Bundesstaat Michigan hat das FBI Ermittlungen wegen eines "gezielten Gewaltakts gegen die jüdische Gemeinde" aufgenommen. Das teilte die leitende Sonderermittlerin der FBI-Dienststelle in Detroit, Jennifer Runyan, mit. Ein bewaffneter Angreifer war mit einem Lkw in das Gebäude gerast und kam bei einem anschließenden Schusswechsel mit Sicherheitskräften ums Leben. Eine Sicherheitskraft wurde verletzt.

Laut Polizeichef Michael Bouchard hielten sich während des Angriffs Kinder und Mitarbeiter in der Synagoge auf, sie blieben unverletzt. Der Lkw durchbrach demnach das Tor und blieb im Eingangsbereich stecken. Das Weiße Haus teilte mit, dass US-Präsident Donald Trump über den Vorfall informiert wurde. Er bezeichnete ihn als "schrecklich" und "absolut unglaublich".

Französischer Soldat stirbt bei Angriff im Irak

Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Soldaten wurden in der nordirakischen Region Erbil verletzt, wie Präsident Emmanuel Macron mitteilte. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff auf einen Stützpunkt rund 40 Kilometer südwestlich von Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan. Die Soldaten waren an Ausbildungsmaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt und wurden in ein nahegelegenes medizinisches Zentrum gebracht.

Rauchsäule nahe dem internationalen Flughafen Erbil nach Explosionen
Auch Erbil wurde seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder Ziel von Angriffen, wie hier am 1. MärzBild: Shvan Harki/AFP

Der Gouverneur von Erbil erklärte, es seien zwei Drohnen an dem Angriff beteiligt gewesen. Wer hinter der Attacke steckt, ist bislang unklar. Macron bezeichnete den Angriff auf die seit 2015 im Irak eingesetzten französischen Truppen als inakzeptabel.

USA geben Kauf russischen Öls frei

Die USA erlauben für 30 Tage den Kauf von russischem Öl und Ölprodukten, die sich bereits auf See befinden. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die Maßnahme solle die durch den Iran-Krieg erschütterten globalen Energiemärkte stabilisieren. Sie sei "eng begrenzt" und "kurzfristig" und verschaffe Russland keinen nennenswerten finanziellen Vorteil.

Erlaubt sind Lieferungen von russischem Rohöl und Ölprodukten, die seit dem 12. März auf Schiffe verladen wurden. Die Genehmigung gilt laut US-Finanzministerium bis zum 11. April um Mitternacht Washingtoner Zeit. Bessent kündigte den Schritt wenige Stunden nach dem Anstieg des Ölpreises auf über 100 Dollar pro Barrel an.

Internationaler Strafgerichtshof ermittelt gegen Belarus

Die Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofes haben gegen Belarus ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Deportationen von Regimekritikern eingeleitet. Nach einer umfassenden Untersuchung gebe es den begründeten Verdacht, dass Belarus Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen habe, teilte die Anklage in Den Haag mit. Der Verdacht richte sich gegen hochrangige Regierungsmitglieder. Sie sollen politische Gegner seit 2020 unter anderem nach Litauen deportiert haben.

Schild des Internationalen Strafgerichtshofs vor dem Sitz in Den Haag
Der Internationale Strafgerichtshof hat seinen Sitz in Den Haag in den NiederlandenBild: Lina Selg/ANP/IMAGO

Litauen ist Vertragsstaat des Gerichts, Belarus aber nicht. Das Gericht darf nur dann ermitteln, wenn mindestens ein Vertragsstaat betroffen ist oder wenn es vom UN-Sicherheitsrat dazu beauftragt wurde. Litauen hatte die Ermittlungen auch beantragt. Die Ankläger hatten die Vorwürfe seit September 2024 untersucht. Die Ankläger können bei einem begründeten Verdacht Haftbefehle beantragen.

Neue Drohnenkooperation zwischen Rumänien und Ukraine

Die Nachbarländer Rumänien und die Ukraine wollen gemeinsam militärische Drohnen produzieren. Dazu unterzeichneten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein rumänischer Amtskollege Nicusor Dan in Bukarest ein Abkommen. Die Drohnen sollen mit ukrainischem Know-How im EU- und NATO-Land Rumänien hergestellt werden, unterstützt durch den EU-Rüstungsfonds SAFE. Dan betonte, dass das frühere "historische Misstrauen" zwischen beiden Ländern seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verflogen sei.

Wolodymyr Selenskyj umarmt den rumänischen Präsidenten Nicusor Dan
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Besuch bei seinem Amtskollegen Nicusor Dan in RumänienBild: Andreea Alexandru/AP Photo/dpa/picture alliance

Selenskyj bedankte sich für die unterstützende Position Rumäniens seit Beginn dieses Krieges. Die beiden Präsidenten schlossen zudem ein Energie-Abkommen. Es sieht den Ausbau der Stromleitungen zwischen den beiden Ländern vor. Selenskyj sicherte zudem mehr Schutz für die rumänische Minderheit in seinem Land zu, nachdem Rumänien seit Jahren mehrfach Missstände in diesem Bereich beklagt hatte.

Bundeskanzler Merz besucht Norwegen

Bundeskanzler Friedrich Merz besucht an diesem Freitag in Nord-Norwegen den Weltraumbahnhof Andøya, von dem aus künftig auch Raketen mit ‌Satelliten ⁠aus ⁠Deutschland ins All geschossen werden sollen. Zudem beobachtet er zusammen mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und dem kanadischen Regierungschef ​Mark Carney die NATO-Übung "Cold Response". An der Übung nördlich des Polarkreises nehmen in diesem Jahr nach Angaben der Bundeswehr 25.000 Soldatinnen und Soldaten aus bis zu 14 Nationen teil - darunter rund 1600 deutsche Soldaten.

Norwegen Andøya 2016 | Andøya Space Center, Startbasis für Höhenforschungsraketen
Der Weltraumbahnhof Andøya im Norden Norwegens (Archivbild)Bild: Simon Daval/MAXPPP/picture alliance

Merz wird von Verteidigungsminister Boris Pistorius​und Raumfahrtministerin Dorothee Bär begleitet.

pgr/wa/as (dpa, afp, rtr)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.