Zum Valentinstag um die halbe Welt: Rosen aus Kolumbien
Viele Rosen in Europa stammen aus den Hochebenen nahe Bogotá. Dort wachsen sie unter idealen Bedingungen, werden von Hand geerntet und weltweit exportiert - ein Geschäft mit Schattenseiten.

Blumensaison im Februar
Der Valentinstag steht vor der Tür und das bedeutet: Hochkonjunktur für den Rosenverkauf. Viele Rosen im Handel stammen aus Kolumbien. Das Land liegt nahe am Äquator und bietet ideale Bedingungen: gleichmäßiges Tageslicht, milde Temperaturen und fruchtbare Böden. Dadurch können Rosen das ganze Jahr über wachsen und in großen Mengen exportiert werden.
Perfektes Rosenklima
Die wichtigsten Anbaugebiete liegen in Hochlagen rund um Bogotá. Dort wachsen Rosen auf über 2500 Metern Höhe. Kühle Luft und starke Sonneneinstrahlung sorgen für kräftige Stiele, leuchtende Farben und besonders große Blüten. Kolumbien ist nach den Niederlanden der zweitgrößte Exporteur von Schnittblumen weltweit.
Nur die Schönsten schaffen es in die Auswahl
Bei der Auswahl von Rosen zählt vor allem die Qualität. Gefragt sind lange, gerade Stiele, feste Knospen und gleichmäßige, kräftige Farben. Auch die Frische spielt eine wichtige Rolle: Gesunde Blätter und stabile Stiele sorgen dafür, dass die Rose länger in der Vase hält. Nur makellose Blumen werden für den Export ausgewählt.
Frauendomäne
Auf vielen Rosenplantagen arbeiten vor allem Frauen. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und wird in Hochphasen sehr lang. Kritiker berichten von niedrigen Löhnen, Kontakt mit Pestiziden und wenig gewerkschaftlichem Schutz. Aber die Branche bietet vielen Menschen einen festen Arbeitsplatz, die Bedingungen unterscheiden sich je nach Farm.
Nach der Ernte geht es in die Kühlung
Nach der Ernte werden die Rosen sofort gekühlt, sortiert und gebündelt. Innerhalb weniger Tage reisen sie per Flugzeug über den Atlantik, oft direkt in europäische Großmärkte. So bleiben sie frisch, wenn sie im Laden oder im Supermarkt ankommen.
Augen auf beim Rosenkauf
Immer mehr Farmen setzen auf Zertifizierungen und nachhaltigere Methoden. Sie reduzieren Chemikalien, sparen Wasser und verbessern den Arbeitsschutz. Verbraucher können durch den Kauf zertifizierter Blumen gezielt solche Betriebe unterstützen und somit am Valentinstag nicht nur den Liebsten etwas Gutes tun.