"Artemis 2": NASA muss Mondflug abermals vertagen
22. Februar 2026
Die mit Spannung erwartete Mond-Mission "Artemis 2" wird nicht vor April stattfinden. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte, gibt es technische Probleme mit der Riesenrakete SLS (Space Launch System).
Techniker stellten ein Problem mit dem Heliumfluss in einer der Antriebsstufen fest, weshalb die SLS-Rakete und die Orion-Raumkapsel von der Startrampe zurück in einen Hangar des Kennedy Space Centers in Florida gebracht werden müssen. Dort würden dann technische Fragen geklärt und mögliche Reparaturen vorgenommen, erläuterte NASA-Chef Jared Isaacman. "Das schließt den März als geplantes Startfenster aus", fügte er hinzu.
Ursprünglich hatte die NASA den "Artemis 2"-Start für Anfang Februar anvisiert, doch wegen Wasserstoff-Lecks bei Tests musste dieser Termin verschoben werden. Nach einem weiteren Probelauf, bei dem bis auf den eigentlichen Start alle Abläufe getestet wurden, hatte Isaacman noch am vergangenen Freitag von einem "großen Fortschritt" gesprochen. Als möglicher Startzeitpunkt wurde dann der 6. März genannt.
Die vier Artemis-Astronauten gingen daraufhin wie vorgeschrieben in Quarantäne. Diese konnten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch aus den USA sowie Jeremy Hansen aus Kanada nun wieder abbrechen.
Klappt es im April?
Im kommenden Monat gibt es mehrere Termine, die die nötigen Bedingungen für einen Raketenstart erfüllen. In einer aktuellen Pressemitteilung gibt sich die NASA allerdings zurückhaltend: Je nach Verlauf könne "das Startfenster im April möglicherweise aufrechterhalten" werden, hieß es.
Mit "Artemis 2" sollen erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen und diesen umrunden. Die Mission dient als Vorstufe für die geplante "Artemis 3"-Mondlandung, die für 2028 vorgesehen ist. Zuletzt waren amerikanische Astronauten 1972 im Rahmen von "Apollo 17" auf dem Erdtrabanten.
wa/pg (dpa, rtr, afp)