In der südukrainischen Region Saporischschja verzeichnet die Ukraine derzeit unerwartete Geländegewinne im Krieg gegen Russland. Innerhalb weniger Tage sollen ukrainische Einheiten in der Oblast Saporischschja mehr als 200 Quadratkilometer zurückerobert haben - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Auslöser ist offenbar ein Eingriff von Elon Musks Satellitennetzwerk Starlink: Seit Ende Januar können russische Truppen das System in bestimmten Gebieten nicht mehr zur Steuerung ihrer Drohnen nutzen.
Die ukrainische Führung spricht von einer gezielten Unterbrechung russischer Kommunikation und einer daraus resultierenden Chance für eigene Offensivoperationen. Gleichzeitig schränkt Moskau offenbar selbst den Messenger Telegram ein, was anscheinend jedoch auch die interne militärische Kommunikation beeinträchtigt. Ob diese temporären Vorteile die strategische Lage nachhaltig verändern, bleibt offen. Die jüngste Gesprächsrunde zwischen Russland und der Ukraine in Genf endete ohne greifbare Fortschritte, wenngleich beide Seiten eine Fortsetzung der Verhandlungen in Aussicht stellten.