Selenskyj: Neue Termine für Abu Dhabi-Gespräche
1. Februar 2026
Ukraines Präsident Wolodymyr Selensky hat für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt. "Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi", teilte er im Onlinedienst Telegram mit. Er habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten.
Trilaterale Gespräche - also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern - hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben. "Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt", teilte Selenskyj mit.
Ukrainer und Russen hatten für diesen Sonntag angekündigt, in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufzunehmen. Es war unklar, ob es dort zu einem Treffen kam. Der Kreml in Moskau und Selenskyj hatten den Termin zwar angekündigt, aber - wie vorige Woche - weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt genannt.
Russische Angriffe gehen unvermindert weiter
Trotz der eigentlich vereinbarten Waffenpause, sind bei russischen Angriffen auf die Ukraine nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien in der Stadt Dnipro im Zentrum des Landes "infolge feindlicher Drohnenangriffe gestorben", teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Olexandr Ganscha, bei Telegram mit. Durch den Drohnenangriff seien ein Gebäude in Brand geraten sowie zwei weitere Wohnhäuser und ein Auto beschädigt worden.
Im südukrainischen Saporischschja wurden derweil bei einem Angriff der russischen Streitkräfte eine Entbindungsklinik getroffen und mindestens sechs Menschen verletzt, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Auch auf die südliche Region Cherson flog die russische Armee einen Angriff. Behördenangaben zufolge wurde dabei eine 59-jährige Frau schwer verletzt.
Neue Vereinbarung mit Elon Musk wegen der Starlink-Nutzung
Unterdessen arbeitet die ukrainische Regierung an einem System, das gewährleisten soll, dass auf ukrainischem Staatsgebiet ausschließlich autorisierte Starlink‑Internetterminals in Betrieb sind. Das teilte Verteidigungsminister Mychajlo Fjodorow in Kyjiw mit.
Die Erklärung wurde einige Tage nach der Ankündigung veröffentlicht, dass die Ukraine mit Elon Musks Firma SpaceX zusammenarbeitet. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist, Russland daran zu hindern, Starlink für die Steuerung von Drohnen zu benutzen. Fjodorow fügte außerdem hinzu, dass alle Geräte, die nicht geprüft und bestätigt sind, ausgeschaltet würden.
as/pg (dpa, afp, rtr, ap)
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