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Fußball-Wettskandal in Türkei: Spieler festgenommen

Stefan Nestler mit dpa, sid, afp, ap, rtr
5. Dezember 2025

Die Strafverfolgungsbehörden in der Türkei gehen weiter gegen Verdächtige im Fußball-Wettskandal vor. Betroffen sind auch Spieler aus Istanbul, darunter ein Nationalspieler.

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Mert Hakan Yandas (l.) bei seinem einzigen Ländrspiel für die Türkei: im September 2020 gegen Ungarn
Nationalspieler Mert Hakan Yandaz (l.) soll über einen Mittelsmann auf Spiele des eigenen Teams gewettet habenBild: Sercan Küçükşahin/Anadolu Agency/IMAGO

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Istanbul wurde die Festnahme von 46 Verdächtigen im türkischen Fußball-Wettskandal angeordnet. Darunter seien 27 Fußballer, denen vorgeworfen werde, auf Spiele ihrer eigenen Mannschaften gewettet zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Namentlich genannt wurde in diesem Zusammenhang Metehan Baltaci von Galatasaray Istanbul. Der 23 Jahre alte Verteidiger, der auch für die türkische U21-Nationalmannschaft gespielt hat, war wegen seiner Verwicklung in den Skandal bereits für neun Monate suspendiert worden. 

Auch die Festnahme von Mert Hakan Yandas, Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul wurde angeordnet. dem 31 Jahre alten Profi wird vorgeworfen, über einen Mittelsmann auf Spiele des eigenen Teams gewettet zu haben. Yandas bestritt 2020 auch ein Spiel für die türkische Nationalmannschaft.

Erstliga-Vereinspräsident seit November in Haft

Insgesamt wird gegen mehr als 150 Schiedsrichter und über 1000 Spieler wegen des Verdachts illegaler Wetten ermittelt, vor allem in den unteren Fußball-Ligen. Vor acht Wochen waren die ersten Haftbefehle erlassen worden, darunter auch gegen den Präsidenten des Erstliga-Vereins Eyüpspor, Murat Özkaya. Eyüpspor spielt seit 2024 in der Süper Lig. Der Klub hatte in seiner ersten Saison in der höchsten türkischen Liga den sechsten Platz belegt. 

DW Kommentarbild Stefan Nestler
Stefan Nestler Redakteur und Reporter