Mount Everest: Rekord-Andrang trotz Eisgefahr
Knapp 500 Bergsteiger und ebenso viele nepalesische Bergführer bereiten sich auf den Aufstieg zum höchsten Gipfel der Welt vor - trotz Rekordkosten und gefährlicher Bedingungen.

Verzögerter Saisonstart am Everest
Schon im April sind die ersten Expeditionen im Basislager eingetroffen. Auf 5300 Metern kämpfen Bergsteiger und nepalesische Guides gegen Kälte, Wind und dünne Luft. Dieses Jahr gibt es eine zusätzliche Bedrohung: Ein aufgetürmter Eisblock - ein sogenannter Serac - blockierte den Weg durch den Khumbu-Eisbruch. Die Route ist nun zwar geöffnet, die Situation bleibt jedoch extrem heikel.
Einsturzgefahr
Mehr als zwei Wochen war die Route zum Gipfel von dem Sérac, dem aufgetürmten Eisblock, im Khumbu-Eisbruch versperrt. Es bestand die Gefahr eines Einsturzes. Der Khumbu-Eisbruch gilt ohnehin als einer der gefährlichsten Abschnitte am Everest. Riesige Spalten, bewegliche Gletscher und haushohe Eiswände machen jeden Schritt zum Risiko.
Bergsteiger als Einnahmequelle
Wenn das Wetter im Frühling besser wird, beginnt die Klettersaison am Everest. Der höchste Berg der Erde zieht Menschen aus aller Welt an. Nepal hat für diese Saison knapp 500, so viele Genehmigungen wie nie zuvor, für den Aufstieg erteilt. Für Nepal sind die Bergsteigerinnen und Bergsteiger eine riesige Einnahmequelle.
Von nichts abzubringen
Für viele Bergsteiger wiederum ist der Traum vom höchsten Punkt der Erde wichtiger als die durch den Iran-Krieg gestiegenen Reisekosten und die hohen Genehmigungsgebühren von mittlerweile 15.000 US-Dollar. Von der Angst vor Lawinen und abstürzendem Eis ganz zu schweigen. Zu den Bergsteigern, die den 8.849 Meter hohen Mount Everest besteigen wollen, kommen fast ebenso viele nepalesische Guides.
Einheimische tragen das Risiko
Die Bergführer sind oft aus der in Nepal beheimateten Volksgruppe der Sherpas - sie bereiten die Route vor, tragen Ausrüstung durch den Eisbruch und sichern Leitern über tiefe Spalten. Ohne sie wäre ein Aufstieg kaum möglich.
Begrenzte Routen
Der Mount Everest liegt zwischen Nepal und China. Doch China hat seine Route auf der Nordseite in diesem Jahr geschlossen. Deshalb drängen sich alle Expeditionen auf der nepalesischen Südroute. Dort warten hunderte Zelte, flatternde Gebetsfahnen und lange Reihen von Bergsteigern auf den entscheidenden Aufstieg.