Ramadan im Gazastreifen: Fastenbrechen zwischen Trümmern
Essen dürfen Gläubige im Fastenmonat Ramadan erst nach Sonnenuntergang. Allabendlich zelebrieren sie dann das Fastenbrechen. In Notunterkünften versuchen die Palästinenser im Gazastreifen, die Tradition würdig zu feiern.

Feuerwerk zum Auftakt
Den Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan feiern diese Palästinenser im Flüchtlingslager Bureij, im zentralen Gazastreifen, mit einem kleinen Feuerwerk. Nach muslimischer Überlieferung offenbarte Gott dem Propheten Mohammed in diesem Monat den Koran, die Heilige Schrift des Islam.
Schmuck für die Zeltstädte
Der Ramadan ist für gläubige Muslime die wichtigste Zeit des Jahres. Häuser werden mit Laternen, Stoffgirlanden und farbigen Lichtern geschmückt.
Ramadanlaternen aus Getränkedosen
Nach dem Motto "Not macht erfinderisch" fertigt Mohannad al-Najjar (l.) in Chan Junis aus leeren Getränkedosen solche Ramadanlaternen. Zum Fastenmonat bunte Lichterketten aufzuhängen, ist eine jahrhundertealte Tradition. Manchen Quellen zufolge ist sie sogar älter als der Islam selbst.
Lebensmittel vom Markt
Seit dem weitgehenden Ende der Kampfhandlungen im Gazastreifen hat sich die Lebensmittelversorgung dort verbessert. Laut den Vereinten Nationen konnte im Januar erstmals seit 2023 der Grundbedarf an Kalorien vollständig gedeckt werden.
Fastenbrechen zwischen Trümmern
Zubereitet werden die Speisen weiterhin vielfach unter freiem Himmel auf improvisierten Feuerstellen. Rund 84 Prozent der Gebäude sind nach UN-Angaben unbewohnbar. Diese Familie feiert das Fastenbrechen in der Ruine der Al-Hasayna-Moschee in Gaza-Stadt.
Gemeinsames Essen an langen Tafeln
Das gemeinsames Essen nach Sonnenuntergang gehört zum Ramadan wie das Fasten selbst. Der Zusammenhalt ist in Zeiten der Not noch wichtiger als sonst. Dieses "Iftar"-Mal in Gaza-Stadt hat eine islamische Hilfsorganisation aus der Türkei organisiert.