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KonflikteIran

"Starlink" und der Kampf um den Internetzugang im Iran

Yannick Beierlein
17. Januar 2026

Internetabschaltungen nehmen weltweit zu. Im Iran versuchen Menschen mit "Starlink" online zu bleiben - trotz hoher Kosten und Verboten. Welche Alternativen gibt es, und wer kontrolliert künftig den Zugang zum Netz?

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Im Iran wird das Internet regelmäßig abgeschaltet, umProteste zu behindern und die Kommunikation zu kontrollieren. Millionen Menschen weltweit sind von solchen politisch motivierten Shutdowns betroffen, weil Regierungen oft direkten Zugriff auf Telekommunikationsinfrastruktur haben. Viele Iraner versuchen, über Satelliteninternet wie "Starlink" von Elon Musk online zu bleiben, doch die Nutzung ist illegal, teuer und wird inzwischen durch staatliche Störsender massiv beeinträchtigt.

Alternativen wie VPNs oder Mesh-Netzwerke helfen nur eingeschränkt: VPNs funktionieren nicht bei vollständigen Abschaltungen, und Mesh-Netzwerke benötigen Vorbereitung und funktionieren nur lokal. Satelliteninternet kann in Notlagen wichtig sein, schafft aber eine neue Abhängigkeit von privaten Unternehmen. Insgesamt zeigt sich, dass Internetzugang zunehmend ein Machtinstrument wird – und seine Kontrolle politische Folgen hat.